So wars beim Skatepark Anfänger*innen Kurs gestern:

Circa zwanzig Personen waren gestern bei unserem Skatekurs für Anfänger*innen dabei. Wir hatten alle unheimlich viel Spaß und haben so einiges gelernt.

Manche haben dank der tollen Stimmung auch richtig schwere Tricks ausprobiert und gemeistert, was durch gegenseitige Unterstützung plötzlich gar nicht mehr so schwer war.

Unter den Teilnehmenden war auch Max von Radio Dreyeckland und hat heute einen sehr schönen Beitrag zu uns als Gruppe und dem Skatekurs gesendet: BLOCK FEMINISTA Rollerderby Ultras erobern die Stadt

Vielen Dank dafür Max!

Als kleines Mitbringsel gab es das Block’n’ Roll no.2  Zine, in dem wir ein paar Dinge für alle festgehalten haben, die das erste Mal im Skatepark unterwegs waren. Für alle die es noch selbst ausdrucken möchten; so muss es gefalten werden, damit ihr ein Mini-Zine erhaltet:

Hier noch ein paar Fotos:

Wir freuen uns schon alle auf den nächsten Kurs im Oktober und hoffen einige Gesichter wieder zu sehen.

 

Skatepark Anfänger*innen Kurs für FLINT* Personen

Skatepark Anfänger*innenkurs für FLINT* Personen. Wann: 16.08.19 16Uhr Skatepark hinter der Jahnhalle, Lameystraße 2 Freiburg. Wer: FLINT* Personen sollen lernen sich sicher im Skatepark zu bewegen. Mitbringen: Rollbarer Untersatz, Helm, Trinken & bestenfalls noch Knie-, Ellbogen- und Handgelenkschoner. UnserFokus liegt auf Rollschuhen und Inlinern. Aber auch mit Skateboards seid ihr herzlich wilkommen. FLINT* steht für Frauen*, Lesben, inter, non-binary und trans* Personen.

Der Kurs findet in einem öffentlichen Skatepark statt, weshalb wir nicht garantieren können allein zu sein.

Bei Fragen schreibt uns an: blockfeminista@riseup.net

Ihr habt leider keine Zeit? Der nächste Kurs ist für Oktober geplant.

Falls ihr schon skaten könnt: Kommt trotzdem vorbei und lernt uns kennen, es ist genügend Platz für alle. Allerdings sollen die Anfänger*innen am meisten Raum bekommen um sicher lernen zu können.

CSD Freiburg 2019

In Freiburg fand am 22.Juni der Christopher Street Day unter dem Motto “Don´t be quiet – be riot!” statt, an dem wir als Fußgruppe teilnahmen.

An dieser Stelle möchten wir die Forderungen des diesjährigen CSD zitieren:

“Gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt

  • Wir sehen uns als Teil des queeren Feminismus und setzen uns für einen gemeinsamen Kampf für die Rechte aller ein: unabhängig von sozialer, kultureller, geografischer Herkunft, Fähigkeiten, körperlicher Ausprägung oder sexueller Orientierung und Identität
  • Wir fordern die Gleichstellung und Anpassung an queere Lebensrealitäten, frei von religiös dominierten, heteronormativen und sexistisch geprägten Machtvorstellungen
  • Wir fordern mehr Räume für queeren Aktivismus, für Freiburg explizit ein queeres Zentrum im Herzen der Stadt
  • Wir freuen uns über die Öffnung der Ehe, fordern aber die völlige Gleichstellung queerer Lebensgemeinschaften, vor allem in Bezug auf das noch bestehende diskriminierende Adoptionsverfahren für queere Lebensgemeinschaften, welches mit Abänderung des Grundgesetzes aufgehoben werden könnte
  • Wir fordern darüberhinaus eine grundsätzliche gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem bisherigen Konzept von Ehe und Familie
  • Wir fordern die Anpassung der Bildungspläne an queere Lebensrealitäten
  • Wir fordern ein sofortiges Ende der Verbreitung sexistischer Sprache, Rollenbilder und anderer patriarchaler Machtstrukturen (z.B. Lohndiskriminierung von Frauen*, sexistische Werbung und Bagatellisierung von sexuellen Übergriffen)
  • Wir fordern Gewalttaten statistisch zu erfassen und Hassverbrechen gegen Menschen, die von der Heteronorm abweichen, zu ahnden
  • Wir fordern ein sofortiges Ende der Pathologisierung von Trans* und Inter*-Personen
  • Wir fordern die Möglichkeit zur unkomplizierten Änderung des Personenstands (Angaben zu Namen und Geschlecht)
  • Wir fordern das Verbot von geschlechtszuweisenden medizinisch nicht indizierten Operationen an Kindern und Säuglingen vor dessen Einwilligungsfähigkeit
  • Wir sprechen uns gegen die Stigmatisierung und Ausgrenzung von HIV-positiven Menschen aus. Wir fordern eine umfassende nationale und internationale Unterstützung von Risikogruppen. Das beinhaltet konsequentes Fortschreiten von Prävention und Forschung sowie kostenlosen Zugang zu prophylaktischer und akuter Medikation und Therapie (z.B. PReP)
  • Wir wünschen uns mehr Solidarität innerhalb emanzipatorischer sozialer Bewegungen, weil Diskriminierungsformen eng miteinander verschränkt sind

Gegen Rechtspopulismus, Nationalismus und religiösen Wahn

  • Wir fordern das konsequente Vorgehen gegen völkische, nationalistische, rechtsextreme und religiöse Propaganda, die international, europaweit und innerhalb Deutschlands auf dem Vormarsch sind
  • Wir wenden uns entschieden gegen religiöse und staatliche Unterdrückungsstrukturen und sie begünstigende Regierungen und Regime
  • Wir fordern eine konsequente Trennung von Kirche und Staat
  • Wir fordern die Anwendung des allgemeinen Arbeitsrechts (AGG etc.) auch bei kirchlicher Trägerschaft, wenn diese staatliche Aufgaben übernehmen und davon finanziert werden
  • Wir fordern ein Ende des diplomatischen Kuschelkurses mit homo- und trans*feindlichen Staaten und Regimen (z.B. auch Waffenlieferungen). Bsp.: in Freiburgs iranischer Partnerstadt Isfahan wurden 2017 dutzende schwule Männer verhaftet, deren Verbleib bis heute unbekannt ist
  • Wir fordern, dass Rechtspopulist*innen und Nationalromantiker*innen sowie Parteien, wie z.B. die AfD, daran gehindert werden mit ihren menschenverachtenden Forderungen und Inhalten den öffentlichen Diskurs zu dominieren
  • Wir fordern die Unterstützung von Menschen, die aufgrund ihrer körperlichen Ausprägung oder ihrer sexuellen Identität oder Orientierung fliehen mussten und müssen. Unter Geflüchteten sind LSBTIQA*-Menschen eine mehrfach gefährdete Gruppe, der besonderer Schutz zuteilwerden muss
  • Wir sind gegen eine weitere Verschärfung und Aushöhlung des Asylrechts
  • Wir fordern das Ende der Residenzpflicht
  • Wir fordern ein Bleiberecht für alle
  • Egal, welche Maske den Faschismus verschleiert, reißt sie herunter – wir haben keine Lust unser Leben von irgendwelchen Erdogans, Putins, Trumps und Petrys diktieren oder bedrohen zu lassen
  • Wir solidarisieren uns mit allen LSBTIQA*-Aktiven, die von Verfolgung betroffen sind, und unterstützen sie in ihren Kämpfen

Lebt euer Leben und eure Gefühle – nicht die Norm!

  • Unsere Forderungen richten sich nicht nur an die Politik und die heteronorme Gesellschaft, sondern auch an die queere Community bzw. die „Gayszene“
  • Wir fordern von den verschiedenen Szenen sexueller Vielfalt, sich als Gemeinschaft zu begreifen. Der Kampf der Lesben ist der Kampf der Schwulen. Schwule Interessen sind nicht losgelöst von Trans*themen zu sehen
  • Wir fordern alle Lesben, Schwulen, Bisexuellen, A_sexuellen, Poly*, Trans*, Inter*, und Queeren auf, die jeweiligen Belange mit Sensibilität zu betrachten und sich miteinander zu solidarisieren. Nur gemeinsam sind wir stark

Gegen „Straightacting“ und „Homonorm“

  • Wir wollen keine blinde Unterwerfung bei Normen und Schönheitsidealen, gerade nicht innerhalb der LSBTIQA*-Szene
  • Wir wenden uns gegen heteronormative Rollenbilder, Körpernormen und die sogenannte „Homonorm“. Es gibt mehr als identitäre Zuschreibungen wie Butch und Femme oder Muskelpaket, Bär und Tunte
  • Wir sprechen uns gegen das besonders in der schwulen Szene zunehmende „Straightacting“ und „heterolike“ aus. Dies ist eine Tendenz, die homosexuellen Menschen heteronormatives Verhalten, Auftreten und Erscheinen überstülpt und Homosexualität in der Öffentlichkeit am Liebsten unsichtbar sähe. Die queere Szene entzieht sich damit selbst ihrer gesellschaftlichen Existenzgrundlage
  • Wir ermutigen alle, mit ihrem Aussehen und ihrem Verhalten die Norm zu sprengen

Gegen Mehrfachdiskriminierung

  • Wir fordern ein Ende von Szene-internen Diskriminierungen, die sich besonders in sozialen Netzwerken und Dating-Plattformen häufen. Es ist völlig inakzeptabel, wenn Menschen beleidigt werden, weil sie angeblich zu klein, zu groß, zu dick oder zu dünn sind, weil sie dunkle oder helle Haut haben oder weil sie aus einem anderen geografischen oder sozialen Milieu stammen
  • Wir wünschen uns auch und insbesondere von der LSBTIQA*-Community eine bewusstere Wahrnehmung von (Mehrfach-)Diskriminierung und den Zusammenhängen von gesellschaftlichen Unterdrückungsmechanismen
  • Der CSD Freiburg positioniert sich gegen eine Stigmatisierung von physisch und psychisch Kranken und jede Form von Ableismus, Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und allen anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Wir fordern alle auf, dagegen aktiv zu werden!

Gegen Anonymisierung

  • Wir wünschen uns, dass queeres Leben wieder öffentlicher und sichtbarer stattfindet – nicht nur virtuell
  • Wir wünschen uns, dass homosexuelle bzw. queere Bekundungen von Zuneigung und Zärtlichkeit genauso ihren Platz in der Öffentlichkeit haben wie Heterosexuelle. Es darf nicht sein, dass Frauen, die Hand in Hand gehen, mit Pfiffen belegt werden. Es darf nicht sein, dass Männer verprügelt werden, wenn sie sich in der Öffentlichkeit küssen
  • Wir wünschen uns, dass Sexualität nicht vom restlichen Leben entkoppelt und damit in dunkle tabuisierte Räume verbannt wird
  • Wir fordern alle Lesben, Schwulen, Bisexuellen, A_sexuellen, Poly*, Trans*, Inter*, und Queeren auf, sich wieder und mehr sichtbar zu machen. Versteckt euch nicht und zieht euch nicht in virtuelle soziale Netzwerke zurück
  • Unser Leben ist genauso öffentlich oder privat wie das aller anderen Menschen

Auf die Straßen!

Wir stehen in der Tradition der Straßenschlachten von 1969 in der New Yorker Christopher Street. Die Freiheiten, die LSBTIQA* heute genießen, sollten selbstverständlich sein, doch sie sind spät und hart erkämpft worden. Jederzeit können sie zurückgenommen werden, wenn rechte, religiöse und völkische Ideen in der Gesellschaft erstarken.

Seit nunmehr 5 Jahren wiederholen wir diese Forderungen fast im gleichen Wortlaut. Der Bundestag hat im Frühjahr 2017 die Rehabilitierung und Entschädigung von schwulen Männern, die nach §175 verurteilt wurden, beschlossen. Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare folgte nur einen Tag vor unserem CSD 2017. Im letzten Jahr folgte nun formal die Entpathologisierung von Trans*-Menschen durch die Neuauflage des ICD 11 der WHO, sowie die mögliche amtliche Geschlechtseintragung “divers” neben weiblich und männlich. Damit wurden gerade mal vier unserer jahrelang gestellten Forderungen erfüllt (allerdings nicht vollumfänglich, wie die ärztliche Begutachtung beim Geschlechtseintrag zeigt – eine selbstbestimmte Zuschreibung von Geschlecht in Deutschland ist weiterhin nicht möglich). Es zeigt aber auch, dass es sich bei unserem Kampf und politischem Aktivismus nicht nur um leere Worthüllen handelt.

Wir solidarisieren uns mit allen LSBTIQA*-Aktiven, allen von der Heteronormativität Unterdrückten, allen Kämpfenden und allen Verfolgten weltweit.

Wir fordern alle Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Asexuellen, Poly*, Trans*, Inter*, und Queeren auf, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und sich den Belangen anderer emanzipatorischer sozialer Bewegungen zu widmen.

Wir feiern, lachen, weinen, arbeiten, faulenzen, freuen uns und streiten zusammen – und solange Ungerechtigkeiten bestehen, werden wir uns auf den Straßen sehen.”

 

Zitiert nach: Forderungen CSD Freiburg 2019

Rückblick LaDiY*Fest 2019

Block Feminista Derby Revolution – Wie wars auf dem LaDiY*Fest?
Geschlecht, Körper, Queerness und Feminismus im Sport – eine Diskussionsrunde mit Inputs, moderiert von Roller Derby Spieler*innen von Block Feminista Derby Revolution 
“Ich als Mitglied von Block Feminista habe in der Diskussionsrunde einiges gelernt. Manchmal habe ich vielleicht ein bisschen zuviel über Roller Derby gesprochen, aber da ich eine sehr enthusiastische Spielerin bin, konnte ich mich damit nicht zurückhalten
Wie Sport und Feminismus zusammenkommt lässt sich meiner Meinung nach in einen theoretischen und einen praktischen Rahmen aufsplitten. Der theoretische Rahmen beinhaltet die Formalia eines Sportvereins. Hier könnte ein Kodex beispielsweise explizit auf die Förderung marginalisierter Gruppen hinweisen. Außerdem sollte festgehalten werden, dass jegliche Formen von Diskriminierung nicht geduldet werden und zum Ausschluss aus dem Verein führen können. Außerdem können Formulare in geschlechtergerechter Sprache verfasst werden, und Pronomen von Beginn an erfragt werden. Auch Angebote wie ein Schlichtungsteam, dass bei Problemen helfend zur Seite steht und aktiv gegen Mobbing und andere Ausschlussmechanismen arbeitet, gehören zu diesem theoretischen Rahmen. Zu diesem Punkt gehört des Weiteren die Gruppenaufteilung im Training (zum Beispiel die Möglichkeit, unabhängig von einem biologischen Geschlecht an allen Angeboten teilnehmen zu können.
Der praktische Rahmen definiert für mich die Aufhebung von binären sozialen Kategorien (z.B. schwach – stark) in der Ausführung des Sports. Dies bedeutet auch daran zu arbeiten, was für Rollen im Sport “gewinnbringend” oder “leistungsstark” sind. 
Neben den allseits bekannten Fähigkeiten wie muskulös oder schnell, gibt es noch viele weitere Eigenschaften, die wir endlich als leistungsstark einordnen müssen. Dazu gehört beispielsweise, die Teamfähigkeit, das Kommunikationstalent, ein Spielüberblick und im Roller Derby auch Dinge wie Stabilität, schnell wieder Aufstehen oder Taktikwissen. Dabei muss die Annahme abgelegt werden, einzelne Fähigkeiten einer Persön ließen sich an deren Körperform erkennen. 
Was ich persönlich für meinen Rollerderby Verein mitnehme sind zwei Dinge; zum Einen muss ich persönlich aber auch wir als Gruppe uns damit auseinandersetzen wie wir über Körper sprechen. Zum Anderen würde ich gerne herausfinden, ob es möglich wäre das Regelwerk dahingehend zu ändern, dass Referees (Schiedsrichter*innen)keine Skates tragen müssen. Dann wäre es möglich das beispielsweise Rollstuhlfahrer*innen sich aktiver am Spiel beteiligen könnten. Ich fand es sehr wertvoll den eigenen (Sport)alltag in Frage zu stellen um zu erkennen, wo sich noch Stolpersteine befinden und wie diese aus dem Weg geräumt werden könnten.”

Block’n Roll No. 1

Anlässlich des LaDiY*fests im Mai haben wir ein kleines Zine zusammengestellt:

Block’n Roll No. 1

Der Begriff Zine leitet sich von der ursprünglichen Verwendung Fanzine ab, diese wiederum setzt sich aus den Worten Fan und Magazine zusammen. Sie spielten eine maßgebliche Rolle in der Riot Grrrl Bewegung der 1990’er Jahre und dienen auch heute noch als literarisches Sprachrohr von verschiedenen Szenen. Die persönliche Note und das Fehlen jeglicher Zensur machen Zines zu einem Medium im Netzwerk von Riot Grrrls und Feminist*innen und zeichnen sich durch ihren Do-it-Yourself Style aus.

Wenn ihr es ausdruckt, wählt im Druckmenü “Broschüre”, dann müssen die Seiten nur noch in der Mitte gefaltet und nach Belieben getackert oder genäht werden. Viel Spass beim durchstöbern!

Veranstaltungen beim LaD(i)Y*Fest von Block Feminista am 17. und 18. Mai 2019

ANKÜNDIGUNG LaDiY*-Fest Diskussion
Geschlecht, Körper, Queerness und Feminismus im Sport
Eine Diskussionsrunde mit Inputs, moderiert von Roller Derby Spieler*innen von Block Feminista Derby Revolution
18. Mai – 17:30 Uhr – Strandcafé Freiburg – LaDiY*-Fest 2019
 
Im Rahmen des LaDiY*-Fests (17.-19. Mai) veranstaltet Block Feminista eine Fishbowl-Diskussionsrunde mit Kurzvorträgen rund um Geschlecht, Körper, Queerness und Feminismus im Sport. In ca. 1 1/2 Stunden möchten wir einen Raum für die genannten Themen schaffen, in dem es Inputs sowie Zeit für Austausch und Diskussion geben wird.
 
Was ist Roller Derby und warum verstehen wir diesen Sport als einen Politischen? Wie kann Sport jenseits von Zweigeschlechtlichkeit gedacht werden? Was macht einen queeren Sportverein anders und warum ist so etwas wichtig? Unter anderem werden wir diese Fragen sowohl in der Diskussion als auch in den Kurzvorträgen ansprechen.
Beteiligt sind u.a.
–       Block Feminista Derby Revolution – eine feministische Politgruppe rund um den Sport Roller Derby,
–       der Sportsoziologin und Genderforscherin Karolin Heckemeyer (https://www.fhnw.ch/de/personen/karolin-heckemeyer)
–       Queerfeldein – LSBTTIQ Sportverein Freiburg (http://www.queerfeldein.org/)
und alle, die Lust haben zuzuhören oder mitzudiskutieren und ihre Themen einzubringen.
 
Noch mehr Infos?
– Über uns
Block Feminista hat sich im Februar 2019 gegründet und möchte Sport (insbesondere Skating auf jeglichen Rollen) und Feminismus zusammendenken und damit ein paar Themen in der (linken) Szene und darüber hinaus anstoßen. Hier findet ihr unser Selbstverständnis als Gruppe sowie Berichte zu unseren bisherigen Aktionen und Ideen: https://blockfeminista.noblogs.org/
 
– Zum Konzept Fishbowl-Diskussion
In einer Fishbowl-Diskussion sollen, anders als bei Podiumsdiskussionen, alle Beteiligten die Möglichkeit haben zu Wort zu kommen. Hierfür werden ca. sechs Stühle in der Mitte aufgestellt, von denen – in unserem Fall – drei fest besetzt sind (1. eine Moderator*in, 2. eine Person von Queerfeldein, 3. Karo Heckemeyer). Die anderen Stühle sind offen für alle im Raum. D.h. jede Person, die etwas beitragen möchte, kann sich auf einen Stuhl setzen und eine Weile mitdiskutieren. Sollten alle Stühle belegt sein, wird sich hinter einen Stuhl gestellt, sodass der darauf sitzenden Person signalisiert wird, dass andere Menschen nun gerne Teil der Diskussion werden möchten.
 
Noch mehr Lust auf Block Feminista?
Am Freitag, 17. Mai bieten wir einen empowernden Praxis-Workshop für FLTI-Anfängerinnen* auf jeglichen Rollen im Skatepark an:
„Spaß auf Rollen“ im Haus der Jugend Skatepark, 17. Mai 16°°-18°° Uhr
 
Schreibt uns, um an unseren regelmäßigen Treffen teilzunehmen: blockfeminista@riseup.net

21.03.2018 Internationaler Tag gegen Rassismus

“Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren”, heißt es im ersten Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. An die gemeinsame Verantwortung, dieses Ideal zu fördern und zu schützen, erinnert der Internationale Tag gegen Rassismus jährlich am 21. März. Das Datum geht zurück auf das “Massaker von Sharpeville” im Jahr 1960. Während einer Demonstration gegen die Apartheidgesetze in der südafrikanischen Stadt eskalierte die Situation: Polizisten schossen in die Menge und töteten 69 Menschen, mindestens 180 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Sechs Jahre später riefen die Vereinten Nationen den 21. März zum Gedenktag aus. An diesem Tag soll seitdem nicht nur der Opfer von damals gedacht werden, auch Aktionen gegen Rassendiskriminierung sollen gefördert und gegen Rassismus mobilisiert werden. 
Auf dem Platz der alten Synagoge fanden sich in Freiburger an diesem Tag einige Stände diverser Vereine. Es gab ein Konzert und eine Kunstinstallation. Block Feminista Derby Revolution war auch in einer kleinen Gruppe dabei. Wir  haben einige Plakate aufgestellt und uns den Passant*innen in den Weg gesetzt, was sehr viele Menschen dazu gebracht hat, sich unsere Zitate durchzulesen und außerdem in so manch einem interessanten Gespräch gemündet hat. Unser Ziel war es, Aufmerksamkeit zu erzeugen und einfach da zu sein um den Dialog direkt zu eröffnen, was uns beides gelungen ist. Besonders schön für uns als Gruppe war es, dass immer wieder unterschiedliche Bekannte vorbeigekommen sind und sich für eine Weile zu uns gesellt haben um über die Wichtigkeit dieses Tages zu sprechen. 

8. MÄRZ Rückblick: “Wir überrollen das Patriarchat”

Block Feminista ist Teil des Freiburger Frauen*Streikbündnisses und unterstützte und beteiligte sich an den Streikaktionen zum 8. März 2019.

8. März – internationaler Frauen*kampftag sowie Feministischer und Frauen*Streik!

Der 8. März ist seit 1911 Internationaler Frauen*kampftag. Schon seit über 100 Jahren streiken, streiten und kämpfen Frauen* für ihre Rechte und gegen jede Unterdrückung. Über die Welt breitet sich eine Bewegung von Frauen* und Queers* aus, die sich aktiv gegen die herrschenden, patriarchalen Geschlechterverhältnisse wehren und Gesellschaft gemeinsam, solidarisch und bedürfnisorientiert gestalten wollen. Weil wir Frauen* immer noch 22% geringer bezahlt werden als Männer. Weil wir Frauen* immer noch dafür kämpfen müssen, selbst über unsere Körper entscheiden und bestimmen zu können, um nicht ständig zum Objekt gemacht zu werden. Weil wir zu viel unbezahlte Arbeit verrichten, die nicht als Arbeit angesehen wird (Haushalt, Pflege, alltägliches Mitdenken…)! In über 30 Ländern der Welt und in über 35 Städten der Bundesrepublik bildeten sich im Jahr 2018 40 bundesweit vernetzte Streikbündnisse, um den Streik am 8. März 2019 in Deutschland zu organisieren und dafür zu rekrutieren.

Der 8. März in Freiburg als Streik- und Kampftag war ein großer Erfolg!

Morgens begann der Tag bereits mit einem Flashmob im Hauptbahnhof gegen die Aussage des Polizei Präsidenten Rozinger nach einer Gruppenvergewaltigung: „Macht euch nicht wehrlos mit Alkohol und Drogen“. Schluss mit der Schuldumkehr! Denn wir Frauen* haben ein Recht drauf, wehrlos zu sein, ohne Angst haben zu müssen, vergewaltigt zu werden! Im Anschluss eröffneten die Streikcafes, die den ganzen Tag Informations-, Austausch- und Ausgangspunkt für Aktionen darstellten sowie Aufenthaltsort mit kostenloser Mittagsküche für Streikende waren. In die Streiklisten trugen sich fast 200 Frauen* ein.

Der Tag wurde mit vielen weiteren Aktionen gefüllt:

Vormittags wurden Informationen über Schwangerschaftsabbrüche auf dem Münsterplatz aufgehangen und damit gegen die Paragrafen 218 sowie 219a protestiert. Mittags um 5 vor 12 streikten Frauen* und Queers* bundesweit in einem Sitzstreik. Dieser wurde in Freiburg auf verschiedensten Straßen und an unterschiedlichen Orten, aber auch kollektiv auf dem Rathausplatz durchgeführt. Viele Frauen* und Queers unterschiedlichsten Alters wurden Teil dieses Sitzstreiks.

Zudem wurde das Heldenviertel der Unterwiehre durch Überkleben der Straßennamen zu einem Heldinnen*viertel gemacht, viele Statuen der Stadt wurden mit Putzutensilien, Schürzen etc. verschönert, es gab einen Putz-Flashmob auf dem Augustinerplatz und verschiedene feministische Gruppen und Einzelpersonen reklamierten die Straße und einige Plätze für sich – so nahm auch Block Feminista mit Rollschuhen, Musik und Bannern unter dem Motto “Wir überrollen das Patriarchat” Raum auf dem Platz der Alten Synagoge ein. An einigen Häuserwänden hingen große Banner und Straßen wurden mit Kreide beschrieben.

Um 17 Uhr gab es wieder bundesweit, aber auch international einen globalen Aufschrei, bei dem Frauen* und Queers* eine Minute lang all ihre Wut und Power in die Welt schrien. Diese kraftvolle Aktion markierte den Beginn der diesjährigen Frauen*kampftags-Demonstration. 2000 Besucher*innen wurden gezählt – mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr! Dass so viele Menschen protestiert haben, zeigt sehr klar: Wir wollen nicht länger warten; Gleichstellung kommt nicht von allein! Gleichstellung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die im Grundgesetz festgeschrieben ist und wir fordern, dass diese umgesetzt wird!

Der 8. März 2019 als Frauen*streiktag galt als Auftaktveranstaltung. Diese Bewegung soll wachsen – denn wir sind 50% der Bevölkerung und wir werden keine Ruhe geben, bis unsere Forderungen gehört und umgesetzt werden!

Dies ist die Fortsetzung einer wachsenden Bewegung!

Weil Frauen* in Deutschland immer noch 22% geringer bezahlt werden als Männer!

Weil Frauen* in Deutschland im Durchschnitt 520 € weniger Rente bekommen als Männer. (Frauen, 634 € Rente, Männer durchschnittlich 1154 €)!

Weil Frauen* mit Migrationshintergrund in Deutschland durchschnittlich 20 % weniger verdienen als andere Frauen!

Weil jede dritte Frau in der EU in ihrem Leben sexualisierte Gewalt erfährt!

Weil wir Frauen* immer noch dafür kämpfen müssen, selbst über unsere Körper entscheiden zu können und nicht zum Objekt gemacht zu werden!

Weil wir Frauen* zu viel unbezahlte Arbeit in Haushalt und Pflege verrichten, die nicht als Arbeit anerkannt wird und als selbstverständlich gilt!

 

Das erste bundesweite Treffen für einen Frauen*streik in Deutschland hat beschlossen: „Wenn wir die Arbeit niederlegen, steht die Welt still!“ Neben dem Aufruf zum Streik wurden beim zweiten bundesweiten Treffen gemeinsame Forderungen beschlossen. Mehr hier: https://frauenstreik.org/

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Medien über den Frauen*streik am 8. März 2019:

SWR: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/Freiburg-Intzernationaler-Frauentag,meldung-27020.html

Baden Tv Süd: https://baden-tv-sued.com/weltfrauentag-freiburg-frauen-kampfen-um-mehr-gleichberechtigung/

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Nächste Treffen des Feministischen & Frauen*streik-Bündnis in Freiburg: 20. Mai, 17 Uhr, im: Strandcafé auf dem Grethergelände

Selbstverständnis Block Feminista Derby Revolution

 
Block Feminista Derby Revolution (BFDR) ist eine lose all-gender Gruppierung aus Roller Derby Spieler*innen und Unterstützer*innen aus Freiburg und Umgebung, die den Sport Roller Derby als einen politischen begreifen. Block Feminista gründet sich daher zugleich als Ultragruppe zur Unterstützung des Freiburger Roller Derby Teams Block Forest Roller Derby (BFRD) sowie als aktivistische Politgang. Block Feminista steht dem Sportverein BFRD dabei sowohl als Fan-Support als auch personell nahe, versteht sich allerdings unbedingt als autonom und vom Verein BFRD unabhängig.
 
Als Block Feminista liegt es uns am Herzen, die queer-feministische, subkulturelle Tradition der Roller Derby Community international und insbesondere lokal zu stärken. Mit unserem Aktivismus verfolgen wir feministisches Empowerment, positionieren uns dabei entschieden gegen Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Klassismus, Trans- und Homofeindlichkeit sowie gegen andere Diskriminierungsformen auf Grund von u.a. Staatsangehörigkeit und Herkunft, Sprache und Kommunikationsform, Behinderung und chronischer oder psychischer Erkrankungen, Alter und Körperformen, religiöser Anschauung oder sozialer Situation und Prägung. Block Feminista feiert emanzipatorische Bestrebungen!
 
Roller Derby stellt für uns einen Freiraum dar, in dem wir uns jenseits von gesellschaftlichen Normen und patriarchalen Strukturen bewegen wollen. Zentral ist die offene Gemeinschaft, die niemanden verurteilt und aktiv Frauen* als kraftvolle Athlet*innen fördert. Stark, stabil, mächtig und wuchtig. Roller Derby scheißt auf Körpernormen. We celebrate all bodies! Uns als Einzelpersonen hat die Wirkung dieser Community auf das eigene Selbstbewusstsein und Selbstverständnis schwer beeindruckt und wir wollen das Miteinander, den Spirit, DiY und Derby Love auch außerhalb unserer kleinen Blase des Vereinssports in einem polit-aktivistischen Rahmen zelebrieren und für andere verfügbar machen.
Support your local feminist gang!